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Configuration Management

Aufgrund der hohen geschäftlichen Dynamik und der schnellen Weiterentwicklung der IT-Technologien stehen die meisten IT-Bereiche vor größeren strukturellen Herausforderungen. Hinzu kommen neue regulatorische Anforderungen und drastische Aufgabenverschiebungen durch Outsourcings und Cloud-Services, um nur einige Einflüsse zu nennen.  

 

Alle diese Aufgabenstellungen gehen mit Veränderungen der Nutzeranforderungen, der Infrastrukturen, der Services und der Betriebsabläufe einher. In komplexen IT-Umgebungen lässt sich kaum ein Thema des Service-, des Change- und Risiko- sowie des Sicherheits- und Notfall-Managements ohne vollständige und aktuelle Konfigurationsinformationen erfolgreich durchführen. Bei allen diesen Themen wird eine hohe Qualität der Konfigurationsdaten und Transparenz über die beteiligten SW- und HW-Komponenten benötigt . Damit wird ein intelligentes Configuration-Management-System (CMS) ein wesentlicher Baustein der erfolgreichen IT-Entwicklung.

 

In der Praxis trifft man jedoch auf gewachsene, heterogene Toollandschaften sowie unterschiedliche Reifegrade der  beteiligten IT-Einheiten. Typischer Weise existieren bereits mehrere Datenbanken mit Konfigurations- und Assetdaten, die mit unterschiedlichen Zielsetzungen geschaffen wurden und nicht oder nur punktuell miteinander verbunden sind.

Meist kann deshalb nicht auf der grünen Wiese agiert werden. Es muss ein Projektvorgehen gewählt werden, welches bestehende Lösungen und organisatorische Ansätze berücksichtigt und trotzdem zur erforderlichen Ergebnisqualität führt.

 

Wie wird eine CMS-Einführung erfolgreich?

Hierzu ist ein übergreifender Projektansatz erforderlich, der folgende Kernbereiche berücksichtigt:

  • Übergreifender inhaltlicher Ansatz
  • Mitwachsende, skalierbare Lösung
  • Veränderliche Randbedingungen

Übergreifender inhaltlicher Ansatz

Um brauchbare Ergebnisse zu erhalten und eine flexible CMS-Lösung zu schaffen, muss einerseits praxisnah aber andererseits auch methodisch intelligent vorgegangen werden. Aufgrund der Vernetzung einer CMS-Lösung mit vielen Prozessen und Systemen, ist eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Organisationseinheiten und Fachleuten erforderlich. Hierfür müssen die organisatorischen, operativen und technologischen Anforderungen gleichermaßen berücksichtigt werden. Eine rein toolorientierte Einführung ohne die Implementierung einer passenden Configuration-Management-Organisation wird in der Regel nicht erfolgreich sein.

 

Mitwachsende Lösung

Die CMS-Lösung wird von vorn herein so ausgerichtet, dass sie bei neuen Anforderungen geordnet und flexibel mitwachsen kann. Hierfür sind u.a. skalierbare Architekturen/Datenmodelle und eine automatisierte Datenbeschaffung und Pflege mit konfigurierbaren Synchronisationstools erforderlich. Außerdem müssen ein prototyphaftes Vorgehen zur Erstellung und Realitätsprüfung neuer Datenmodelle, sowie organisatorische Zuständigkeiten und Regelwerke etabliert werden.

 

Veränderliche Randbedingungen

IT-Organisationen befinden sich auch in der Laufzeit eines CMS-Projektes in der Restrukturierung wesentlicher Kernaufgaben, die in enger Wechselwirkung mit dem CMS-Vorhaben stehen. Im Projekt ist deshalb besonders auf veränderliche Randbedingungen und Anforderungen für das CMS einzugehen, z.B. auf die Einführung eines neuartigen Release- und Deployment-Prozesses.

 

Wie entsteht ein praxisgerechtes Configuration-Management-System?

Ziel der Datenstrukturen des CMS ist die Unterstützung eines End-to-End Service-Modells, welches alle relevanten CIs und deren Beziehungen zueinander enthält.

 

Die Kunst dabei ist, sich gezielt auf das Wesentliche zu begrenzen, d.h., aus einem vom Werkzeug vorgegebenen Datenmodell mit mehreren Hundert CI-Typen, genau die CI-Typen und ihre Beziehungen herauszufinden, die benötigt werden (und die Masse der anderen zu negieren!). Theoretische Vorgehensweisen mit umfangreichen Taxonomie-Modellen und theoretischen Diskussionen in Arbeitskreisen führen dabei auf Abwege.

 

Deshalb wird ein an der Praxis orientiertes prototyphaftes Vorgehen realisiert, das anhand von Use Cases in einem rekursiven Prozess die Qualität des Datenmodells optimiert.

 

Das Prototyping wird auf Basis einer Standardinstallation des CMS (z.B. HP UCMDB inkl. unified data model) begonnen. Erste wesentliche Master-Data-Repositories werden angebunden und auf ausgewählten Infrastrukturbereichen wird ein Discovery durchgeführt.

 

Die erhaltenen Ergebnisse dienen einer ersten Modellierung von Service-Strukturen. Die erforderlichen funktionellen und organisatorischen Veränderungen werden im Rahmen der Erstellung des Fachdesigns, die erforderlichen Integrationsmechanismen im Rahmen des technischen Designs ermittelt. Dieses Vorgehen wird in Stufen wiederholt.

Jede Umsetzungsstufe wird mit den zuständigen Fachvertretern analysiert und weiter verfeinert. 

Welches Architektur-Konzept führt zum Ziel?

Applikations-Architektur

Diese ist mit einer klaren Trennung der Datenquellen und der konsumierenden Systeme zu versehen. Zur flexiblen Anbindung von Drittsystemen ist ein leistungsfähiger Service-Bus zweckmäßig, der den Austausch auf die jeweils erforderlichen Daten begrenzt (für den Einsatz von HP Service Manager existiert ein solch professioneller Service-Bus als Ergänzungsmodul von Clientfocus).

Eine wesentliche Quelle für die Beschaffung von CI-Informationen ist ein leistungsfähiges Discovery-System. Bei einer Konsolidierung bzw. Erweiterung vorhandener Quellen bieten sich generelle Discovery-Lösungen wie HP Universal Discovery an. Auch in diesem Fall ist es hilfreich und kostensparend, wenn aufgrund vorliegender Erfahrungen Best-Practice-Modelle zum Einsatz kommen.

 

Datenmodell

Das zentrale Datenmodell wird im Verlauf des rekursiven Verfahrens erstellt und optimiert. Grundlage hierfür sind die Businessanforderungen der Fachbereiche, die als spezifische Use-Cases formuliert werden.

Der Validierungsprozess kann dabei wesentlich beschleunigt werden, wenn von Anbeginn Best-Practice Use-Cases aus anderen Projekten verfügbar sind.

Des Weiteren ist es zweckmäßig, auch bei der Modellbildung auf Standard-Modelle aus gehabten Projekten zurückzugreifen und damit die vom Hersteller gelieferten Modelle zu streamlinen und zu ergänzen.  

 

Nachstehend ein entsprechendes Praxisbeispiel für einen Servicebaum:

 

Wie wird das Mitwachsen der Lösung gesichert?

Entscheidend für den langfristigen Erfolg und die Akzeptanz des CMS ist die Einführung kombinierter Mechanismen und Arbeitsweisen innerhalb des Projekts, insbesondere in den nachfolgenden Bereichen:

  • Ein wirksames Anforderungsmanagements mit enger Verzahnung von Prozess und Werkzeug
  • Eine intelligente Überwachung der CI-Datenqualität und -aktualität
  • Die kontinuierliche Optimierung des Automationsgrades
  • Ein begleitendes Veränderungsmanagement ohne Bürokratie

Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass schlanke Arbeitsweisen und zielführende Ansätze verwendet werden. Kaum ein anderes Thema eignet sich im negativen Sinne so gut dafür, in unpraktikable Komplexität, in viel zu hohen Detaillierungsgrad und in aufwändige und bürokratische Pflegeprozesse zu verfallen. Im Gegensatz hierzu ist stets ein hoher Automationsgrad anzustreben, sind transparente und übersichtliche Pflege- und Kommunikationsprozesse zu etablieren.

 

Gern übersehen wird auch, dass die Einführung eines Configuration Managements mit einem zentralen CMS zu zahlreichen Veränderungen in der Organisation führt. Die Vorbereitung, Begleitung und Unterstützung dieser Veränderungen ist ein weiterer erfolgskritischer Faktor. Die erforderlichen Maßnahmen müssen zu Projektbeginn spezifiziert und auf die speziellen Bedingungen der Kundensituation angepasst werden.

 

Zum Veränderungsmanagement gehört auch die Einbeziehung des Betriebs- oder Personalrats. Hier muss frühzeitig über den Einsatz von Scannern informiert werden und eventuelle Befürchtungen hinsichtlich der Erfassung personenbezogener Daten (wie z.B. Login-Informationen auf Servern) sind zu beachten.

 

Um alle diese Einflüsse angemessen zu berücksichtigen und ein ausgewogenes Gesamtmodell umzusetzen, sind ein entsprechendes methodisches Können und viel Praxiserfahrung der beteiligten Berater erforderlich. Diese müssen in der Lage sein, sowohl die organisatorischen als auch die methodischen und technologischen Anforderungen und Einflüsse in Kombination zu erfassen und in aufeinander abgestimmten Lösungsbausteinen umzusetzen.

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